Ukraine-Krieg im Newsblog | Putin-Vertrauter warnt Westen vor Lieferung von Offensivwaffen

Newsblog zum Ukraine-Krieg Putin-Vertrauter warnt Westen vor Lieferungen von “Offensivwaffen”

Von afp, dpa, reuters, t-onlineAktualisiert am 22.01.2023 – 16:50 UhrLesedauer: 59 Min.Begehrtes Kriegsgerät: Aufnahmen zeigen die Kampfkraft des Leopard II. (Quelle: t-online)Tag 334 seit Kriegsbeginn: Putin-Vertrauter Wolodin warnt den Westen vor der Lieferung von Offensivwaffen. Laut EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat Putin drei schwere Fehler begangen. Alle Infos im Newsblog.

Das Wichtigste im Überblick

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Ukrainisches Verteidigungsministerium weist Korruptionsvorwürfe zurück

16.48 Uhr: Das ukrainische Verteidigungsministerium hat Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Beschaffung von Lebensmitteln für das Militär zurückgewiesen. Die Verpflegung für die Soldaten sei gemäß “dem gesetzlich festgelegten Verfahren” gekauft worden, erklärte das Ministerium. Anderslautende Medienberichte seien “falsch”. Es werde eine Untersuchung eingeleitet wegen der Verbreitung dieser “irreführenden” Informationen, die den “Verteidigungsinteressen” der Ukraine schadeten.Am Samstag waren Berichte veröffentlicht worden, in denen das Verteidigungsministerium beschuldigt wurde, bei der Beschaffung von Lebensmitteln einen Vertrag zu Preisen abgeschlossen zu haben, die “zwei bis drei” Mal höher lagen als die üblichen Einkaufspreise. Mehr dazu lesen Sie hier.

Italien und Frankreich liefern Ukraine Flugabwehrsystem

12.38 Uhr: Italien und Frankreich werden der Ukraine nach Auskunft des italienischen Außenministers Antonio Tajani das Flugabwehrsystem Samp/T zur Verfügung stellen. “In Zusammenarbeit mit Frankreich sind wir dabei, die Lieferung von Samp/T zu finalisieren”, sagte Tajani der Zeitung “Corriere della Sera” (Sonntag). Er nannte zunächst keinen Zeitplan. Samp/T ist ein von Frankreich und Italien seit Anfang der 2000er-Jahre gemeinsam entwickeltes Luftabwehrsystem. Es gilt als flexibel einsetzbar und effektiv für die Verteidigung gegen Flugzeuge und Raketen. Italien hat fünf Einheiten im Einsatz.

Duma-Sprecher warnt vor Lieferungen von “Offensivwaffen”

12.02 Uhr: Der Vorsitzende des russischen Unterhauses, Wjatscheslaw Wolodin, warnt eindringlich davor, der Ukraine schwere Waffen zur Verfügung zu stellen. “Die Lieferung von Offensivwaffen an das Regime in Kiew wird zu einer globalen Katastrophe führen”, erklärt der Duma-Sprecher und enge Vertraute von Präsident Wladimir Putin auf dem Onlinedienst Telegram. Es drohe ein schrecklicher Krieg.Sollten die USA und die Nato Waffen liefern, mit denen zivile Städte angegriffen würden, und sollte es Eroberungsversuche geben, so werde das zu “Vergeltungsmaßnahmen mit stärkeren Waffen” führen. “Argumente, dass die Atommächte bisher keine Massenvernichtungswaffen in lokalen Konflikten eingesetzt haben, sind nicht haltbar. Denn diese Staaten waren nicht mit einer Situation konfrontiert, in der die Sicherheit ihrer Bürger und die territoriale Integrität des Landes bedroht waren.”

London: Russland hat Probleme bei Truppenaufstockung

10.14 Uhr: Russland wird die angekündigte deutliche Aufstockung seines Militärs nach britischer Einschätzung nur schwer umsetzen können. “Russland wird höchstwahrscheinlich Schwierigkeiten haben, Personal und Ausrüstung für die geplante Erweiterung aufzutreiben”, teilte das Verteidigungsministerium in London am Sonntag in seinem täglichen Geheimdienst-Briefing mit.Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu hatte vor Kurzem unter anderem angekündigt, die Truppenstärke von 1,15 auf 1,5 Millionen Soldaten erhöhen zu wollen. “Schoigus Pläne signalisieren, dass die russische Führung höchstwahrscheinlich davon ausgeht, dass eine verstärkte konventionelle militärische Bedrohung noch viele Jahre über den aktuellen Ukraine-Krieg hinaus bestehen wird”, hieß es in London.

Von der Leyen: “Putin hat drei schwere Fehler gemacht”

9.20 Uhr: Nach Ansicht von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat Russlands Präsident Wladimir Putin den Westen und die Ukraine falsch eingeschätzt. “Er hat drei schwere strategische Fehler gemacht”, sagte sie im Interview mit dem Deutschlandfunk (DLF). Er habe die Widerstandsfähigkeit und die Tapferkeit der Ukrainer völlig unterschätzt. Zugleich habe er aber auch falsche Annahmen darüber getroffen, wie eng die EU an der Seite der Ukraine stehe. “Und Putin hat auch schwer unterschätzt, dass uns unsere Energieabhängigkeit von Russland nicht dazu verleitet, erpressbar zu sein.”Zu den Lieferungen von Waffen äußerte sich von der Leyen mit Verweis auf die nationale Zuständigkeit nicht. Derweil rufen die baltischen Staaten Lettland, Estland und Litauen Deutschland in einer gemeinsamen Erklärung zu mehr Führungsstärke und zur Lieferung von Kampfpanzern in die Ukraine auf. “Wir, die Außenminister Estlands, Lettlands und Litauens, fordern Deutschland auf, der Ukraine jetzt Leopard-Panzer zur Verfügung zu stellen”, erklärte der estnische Außenminister Urmas Reinsalu auf Twitter. Deutschland als führende europäische Macht habe in dieser Hinsicht eine besondere Verantwortung.

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