Russland wirft der Ukraine Ermordung Gefangener vor


Videos in sozialen Medien sollen angeblich zeigen, wie ukrainische Soldaten russische Gefangene exekutieren. Die Vereinten Nationen untersuchen den Fall.Das russische Verteidigungsministerium beschuldigt die Ukraine der vorsätzlichen Tötung unbewaffneter Gefangener. In einer Nachricht im Messengerdienst Telegram warf Moskau Kiew Kriegsverbrechen vor. Zuvor waren am Freitag im Interview Videos aufgetaucht, die angeblich zeigen sollen, wie ukrainische Soldaten zehn russische Soldaten erschießen, die sich zuvor ergeben haben. Die Ukraine äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen oder den Videos.Die Aufnahmen zeigen, wie Soldaten aus einem Gebäude kommen und sich mit erhobenen Händen ergeben. Sie sollen russischen Einheiten angehört haben. Die Männer werden aufgefordert, sich auf den Boden zu legen. Ein weiterer Mann, offenbar ein russischer Soldat, kommt mit gezogener Pistole aus dem Haus, es wird geschossen, dann brechen die Aufnahmen ab. Das zweite Video zeigt die Leichen jener liegender Soldaten, neben einigen sind Blutspuren zu sehen.Unklar ist, von welcher Seite das Feuer eröffnet worden ist. In sozialen und Online-Medien ist teils die Rede davon, dass ein russischer Soldat zuerst schoss, teils, dass er die Waffe lediglich gezogen habe.

Echtheit der Aufnahmen nicht bestätigt

Die Echtheit der Aufnahmen ist bislang nicht bestätigt worden. Es könnte sich auch um gezielt verbreitete Kriegspropaganda seitens Russland handeln, weil weder gesichert ist, wann genau das Geschehen stattfand, noch wo. Makejiwka in der ostukrainischen Region Donezk wird als Ort genannt – aber auch ein gleichnamiger Ort in der Region Luhansk, ebenfalls in der Ostukraine.Bei den UN liegt das Material vor, sagte eine Sprecherin der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Das Büro des Hohen Kommissars für Menschenrechte untersuche den Fall.

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