Krieg | Russische Besatzer evakuieren Nowa Kachowka

Newsblog zum Ukraine-Krieg Russland räumt Staudamm-Stadt Nowa Kachowka

Von t-online, dpa, afp, reutersAktualisiert am 12.11.2022 – 19:28 UhrLesedauer: 36 Min.Massenbeschuss bei Cherson: Aufnahmen zeigen, wie ukrainische Soldaten Gebiete zurückerobern. (Quelle: t-online)Tag 262 seit Kriegsbeginn: Präsident Selenskyj berichtet von zahlreichen Rückeroberungen, Russland sanktioniert die Verwandtschaft des US-Präsidenten. Alle Infos im Newsblog.

Das Wichtigste im Überblick

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Nowa Kachowka: Russische Besatzer wollen Stadt evakuieren

19.27 Uhr: Nach dem Truppenrückzug vom rechten Ufer des Flusses Dnipro in der südukrainischen Region Cherson haben die russischen Besatzer nun auch eine Evakuierung der Staudamm-Stadt Nowa Kachowka auf der anderen Flussseite angekündigt.Die Verwaltung von Kachowka ziehe sich zusammen mit den Bürgern der Stadt an einen sicheren Ort zurück, teilte der örtliche Besatzungschef Pawel Filiptschuk nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass am Samstag in einer Rede an die Bevölkerung mit. Er rief die Menschen in einer festgelegten Zone von 15 Kilometern auf, ihre Wohnungen zu verlassen.Befürchtet wird, dass der Staudamm durch Beschuss zerstört und das Gebiet überflutet werden könnte. Russen und Ukrainer werfen sich seit Wochen gegenseitig vor, eine solche Provokation zu planen. Die ukrainischen Streitkräfte hätten die Verwaltung von Kachowka als Ziel “Nummer eins für einen Terroranschlag” in der Region ausgemacht, behauptete Filiptschuk. Die Ukraine weist Sabotageabsichten zurück.

Russland will Henitschesk zur Haupstadt der Oblast Cherson machen

18.52 Uhr: Nach der Eroberung Chersons will Russland einen neuen Verwaltungssitz in der völkerrechtswidrig annektierten Region bestimmen. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti zitiert den Pressesprecher der russischen Besatzer in Cherson, Alexander Fomin: “Ab dem heutigen Sonntag ist Henitschesk zum neuen Sitz der Verwaltung”.

Ukraine warnt vor russischen Raketenangriffen während G20-Gipfel in Bali

15.37 Uhr: Der Sprecher der ukrainischen Luftwaffe, Jurij Ignat, hat vor russischen Raketenangriffen während des G20-Gipfels in Bali am 15. und 16. November gewarnt. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehsender NTU erklärte Ignat am Sonntag, er rechne mit einer russischen “Provokation” während des Gipfeltreffens. Ein Berater des ukrainischen Präsidenten, Anton Geraschtschenko verbreitete Ignats Warnung auf Twitter und fügte mit Verweis auf den russischen Rückzug aus der strategisch wichtigen Stadt Cherson hinzu: “Wir wissen, dass sich Russland nach Niederlagen an der Zivilbevölkerung rächt”.

Russland sperrt Straße von Kertsch teilweise

14.18 Uhr: Die Straße von Kertsch ist die Meerenge, die das Schwarze Meer mit der Asowschen See verbindet. Zukünftig sollen nur noch Schiffe den strategisch wichtigen Seeweg durchqueren dürfen, die in Russland beladen wurden. Das berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass am Sonntag. Als Quelle nannte die Kreml-nahe Nachrichtenseite die Generaldirektion der Schifffahrt im türkischen Ministerium für Verkehr und Infrastruktur.

Weiteres Bild von Banksy in Ukraine aufgetaucht

13.07 Uhr: Ein weiteres Bild an einer zerbombten Häuserwand ist in der Ukraine entdeckt worden. Allem Anschein nach ist es ebenfalls ein Werk des Streetart-Künstlers Banksy.

Russische Besatzer verlegen Chersoner Verwaltungszentrum

11.05 Uhr: Nach dem Rückzug aus der südukrainischen Gebietshauptstadt Cherson haben die russischen Besatzer ihr regionales Verwaltungszentrum auf den noch von ihnen kontrollierten Teil des gleichnamigen Gebiets verlegt. Ein großer Teil der russischen Verwaltung sei bereits in die Stadt Henitschesk umgesiedelt worden, meldeten Russlands staatliche Nachrichtenagenturen am Samstag unter Berufung auf einen Sprecher der Chersoner Besatzungsverwaltung.Henitschesk liegt ganz im Südosten von Cherson am Asowschen Meer und nur wenige Dutzende Kilometer von der Schwarzmeer-Halbinsel Krim entfernt, die Moskau bereits 2014 annektiert hat.

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